Treffpunkt am Friedhof

Der „Treffpunkt am Friedhof“ findet nun schon seit 15 Jahren in den Verwaltungsräumen des Friedhofes Bochum-Werne statt. In den Wintermonaten, bei Schnee und Eis, biete das Café Anlauf für viele Friedhofsbesucher.

Der Werner-Treff, Mitarbeiter vom DRK und die Pfarrerin Gisela Estel suchten damals einen nahe gelegenen Gesprächstreffpunkt im Warmen. Das Model, ein Café am Friedhof, sah damals der Bestatter Jörg Schäfer auf einer Dienstreise in Norddeutschland.

Daraus ergab sich, in Absprache mit der Stadt Bochum die Räumlichkeiten kostenlos nutzen zu dürfen, so entstand der „Treffpunkt am Friedhof“.

Zweimal pro Monat im Winter sorgen viele tatkräftige Unterstützer und Unterstützerinnen dafür, dass das Café zustande kommen kann. Für gedrückte Stimmung ist an der Kaffeerunde kein Platz. Denn das Café sorgt bei vielen für Freude.

Deshalb gilt der Dank an alle Helferinnen und Helfern und auf weitere fröhliche 20 Jahre „Treffpunkt am Friedhof“.

Witwen-Treff

Der „Witwen-Treff“ besteht nun schon seit über 20 Jahren und trifft sich jeden ersten Montag des Monats im Erich-Brühmann-Haus.

Die reine Frauenrunde teilt das gleiche Schicksal, den Partner verloren zu haben, dies schweißt die Gruppe unglaublich zusammen. Der Besucher trifft allerdings nicht auf eine Trauergemeinde, sondern kaum einer trägt schwarze Kleidung und die Themen sind eher heiter als traurig. Bei einem Treffen im Monat bleibt es für die meisten so wie so nicht, weil sich durch das Café viele Freundschaften gebildet haben.

Ins Leben gerufen wurde der „Witwen-Treff“ von Karin und Jörg Schäfer.

Sie wollten dass die Frauen, die das gleiche Schicksal teilen, sich miteinander austauschen können. Deshalb luden sie zu Beginn einige Frauen und die Pfarrerin Gisela Estel (als seelischen Beistand) bei Kaffee und Kuchen zu sich ins Wohnzimmer ein. Schnell wurde das Wohnzimmer zu klein und so musste ins nah gelegene Erich-Brühmann-Haus umgezogen werden.

Zusammen mit der Gruppe werden Ausflüge in der näheren Region unternommen, so waren wir dieses Jahr z.B. am Henessee Boot fahren.

So wächst der Treff weiter und wenn es im Saal irgendwann zu voll würde, gibt es einen noch größeren im Haus.

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